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Buchvorstellung: Organic Cooking – Das Familienkochbuch

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Vor einiger Zeit war der Trias Verlag auf der Suche nach Testlesern für ihr neues Familienkochbuch

Ich hatte ein wenig Glück und wurde mit 9 weiteren Leserinnen ausgewählt, das neue Familienkochbuch zu testen. Gerne stelle ich euch das neue Familienkochkuch Organic Cooking vor und verrate euch, was ich schon daraus nachgekocht habe!

„Ein kompaktes Familienkochbuch.“, das war mein erster Gedanke als ich mein Leseexemplar Organic Cooking aus dem Briefumschlag nahm. Ein gutes, handliches Buch-Format mit mehr Rezepten als auf den ersten Blick erwartet! Denn beim Durchblättern fällt auf, dass nicht jedes Rezept bebildert ist. Das ist für mich kein Manko. Dafür gibt es zu jedem Rezept einen kleinen Info Text und einen „Kategorie“-Stempel wie „schnell & einfach“, „raffiniert“, „Gutes von Früher“ neben der Rezeptüberschrift. Die Küchenkinder am Ende eines Rezeptes erklären welche Aufgaben die klein(st)en Familienmitglieder schon gut selber übernehmen können. Tolle Anregungen, damit beim Kochen alle Familienmitglieder mithelfen können.

Das Familienkochbuch Organic Cooking ist übersichtlich nach den Jahreszeiten gegliedert. Innerhalb der einzelnen Kapitel sind die Rezepte eingeteilt in Breakfast und Teatime, Kleinigkeiten und Warme Gerichte. Bei der Rezeptauswahl ist für jeden etwas dabei: Leckerein und Kleinigkeiten, Frühstücksideen sowie vegetarische und Fleischgerichte. Aufgelockert wird das Familienkochbuch mit doppelseitigen, bebilderten Tipps zum Selbermachen und gemeinsamen kochen, wie zum Beispiel das Herstellen von Butter, Marmelade oder Glühwein.

Ein Blick auf die letzten Seiten zeigt: Das Stichwortverzeichnis ist unter anderem auch nach Lebensmitteln gegliedert. Wer z. B. Kürbis-Rezepte sucht findet diese alle leicht unter dem farblich abgesetzten Stichwort Kürbis. Diese Art der Auflistung gefällt mir richtig gut und erleichtert die Rezeptsuche.

Besonders gut gefällt mir die persönliche Note. Die Autorin Sabine Huth-Rauschenbach lässt mich an ihrem Familienleben teilhaben. Zum Beispiel beschreibt sie was ihr beim Kochen mit der Familie wichtig ist, wie sie Reste verwertet, wie ein Samstag oder auch ein Familiensonntag in ihrer Familie abläuft.

In ihrem Vorwort erklärt Sabine Huth-Rauschenbach anschaulich und gut verständlich, wie eine ökologische Lebensweise umgesetzt werden kann: wenn es irgendwie geht saisonal und planvoll einkaufen, es kann auch Bio vom Discounter sein, denn es ist besser als sein Ruf, bei Fleisch auf Fachgeschäfte zurückgreifen, umweltfreundlich einkaufen indem man auf die Verpackungen achtet bzw. seinen eigenen Jutebeutel mitbringt. Der Begriff Organic bezieht sich in ihrem Buch nicht speziell darauf, dass die Lebensmittel alle Bio sein müssen, sondern bezieht sich auf die Nachhaltigkeit. Lieber regional und auch mal konventionell beim Bauern um die Ecke einkaufen, anstatt Bio-Lebensmittel aus fernen Ländern. Mit Bedacht mit Lebensmitteln umgehen und so wenig wie möglich wegwerfen. Darum gibt es viele Resterezepte und Hinweise zur Vermeidung von Resten.

Nachgekocht

Kürbiskuchen

Kürbiskuchen

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Darum habe ich mir für mein Testkochen den Kürbiskuchen (S. 98) ausgewählt. Ein tolle Möglichkeit, das übrig gebliebene Fruchtfleisch vom Kürbisschnitzen zu verwenden. Und mal was anderes als Kürbissuppe. Das Rezept ist verständlich erklärt und ging leicht von der Hand. Nur das Auslegen der Kastenform mit Backpapier war ein wenig schwierig. Eine Zutat habe ich ausgetauscht. Laut Rezept soll Distelöl verwendet werden, was ich jedoch durch mein Brat- und Backöl ersetzt habe. Der Kürbiskuchen schmeckt würzig, nicht zu süß und erinnert geschmacklich ein bisschen an Lebkuchen. Er ist sehr saftig und wird auch ein paar Tage nach dem Anschnitt nicht trocken. Meine Familie war so begeistert von dem Kürbiskuchen, dass sie mir gleich den Auftrag gab, nächste Woche nochmal einen zu backen! Vielleicht schnitze ich dann auch einen Kürbis, denn die Anleitung dafür steht passenderweise als Tipp unter dem Rezept.

Rezept Kürbiskuchen

  • 250 g Kürbisfleisch
  • 210 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Ingwer, frisch geraspelt
  • 1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
  • 1/2 TL Zimt
  • 100 ml Distelöl
  • 2 Eier
  • 3 EL Rübenkraut
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • Puderzucker zum Bestäuben
  1. Den Backofen auf 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Kürbisfleisch fein raspeln.
  3. Mehl mit Zucker, Backpulver un den Gewürzen vermengen.
  4. Das Öl und die Eier verquirlen, Kürbisfleisch und Rübenkraut zugeben und kräftig verrühren.
  5. Die trockenen Zutaten zum Teig geben und unterheben. Zum Schluss die Nüsse einrühren.
  6. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den die Masse einfüllen. Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen 50 bis 60 Minuten backen.
  7. Den Kürbiskuchen auskühlen lassen, aus der Form stürzen und mit Puderzucker bestäuben.
Chai Latte

Chai Latte

Da ich ein großer Chai Latte Fan bin, ihn aber noch nie selber zubereitet habe, musste ich dieses Rezept (S. 102) auch gleich ausprobieren! Vor allem laß sich das Rezept so simpel und mir lief schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Alle Zutaten befanden sich in meiner Gewürzschublade – bis auf die Kardamomkapseln, die habe ich durch gemahlenen Kardamom ersetzt. Also habe ich mich abends spontan an den Herd gestellt. Wie im Rezept beschrieben war mein Chai Latte – nur für Mama (steht auch so im Familienkochbuch!) in 15 Minuten fertig. Und weil ich den Tipp für die dreifache Menge angewendet habe, konnte ich noch ein paar Tage später in den leckeren Genuss kommen. Vor allem schmeckt mir der selbst gemachte Chai Latte wie im Café.

Rezept Chai Latte – nur für Mama

  • 1 TL loser Roiboos Tee
  • 1 kleine Zimtstange
  • 2 Kardamomkapseln
  • 1 Nelke
  • 2 Pfefferkörner
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 120 ml Milch
  • 1 großes Kaffeeglas
  1. Den Tee, die Zimtstange, Kardamomkapseln, Nelke sowie Pfefferkörner und Zucker in 100 ml Wasser ca. 10 Minuten lang kochen.
  2. Den Tee abseihen und in ein dickes, hohes Glas geben, nach Geschmack nachsüßen.
  3. Die Milch auf der noch heißen Herdplatte in einem Milchaufschäumer aus Edelstahl oder Topf erwärmen und aufschäumen, dann zum Tee-Extrakt geben.

Mein Fazit

Ein klasse Familienkochbuch. Das Buch lädt zum Stöbern und Blättern ein, ist verständlich geschrieben, enthält viele Tipps und Tricks und ist punktuell mit ansprechenden, liebevoll gestalteten Fotos bebildert. Die Rezepte sind saisonal abgestimmt, sind leicht und ohne großem Aufwand nachzukochen. Vor allem vermittelt das Familienkochbuch, dass die Freude und Lust am Kochen und Essen im Vordergrund stehen soll. Die vielen Hinweise und Anregungen machen richtig Lust in die Küche zu gehen und zu kochen. Ich werde auf jeden Fall noch mehr Rezepte ausprobieren wie die Energiekugeln, Rüblikuchen im Weckglas und das Banana-Pecan-Bread! Der Buchuntertitel hält, was wer verspricht: saisonal, regional – einfach genial.

Meine Buchvorstellung wurde auch als Leserstimme auf der Seite des Trias Verlags und auf Facebook veröffentlicht!

3 Kommentare

  1. Das hört sich ja nach einem Kochbuch ganz nach meinem Geschmack an!
    Die von dir nachgekochten Rezepte hören sich sehr vielversprechend an =)
    Da wird die Weihnachts-Wunschliste wohl um ein Buch erweitert ;)

    viele Grüße,
    Fiona

  2. Annika sagt

    Hallo Britta,

    danke für den tollen Tipp mit dem Buch. Das klingt echt spannend. Besonders das Chai-Rezept hat mich gerade eingeladen, es heute Nachmittag mal auszuprobieren, denn auch wenn man im Teeladen steht und die Auswahl zwischen X Chai-Mischungen hat, habe ich bisher nur eine gefunden, die uns schmeckt. Die meisten sind total süß und widerwertig. Aber das Rezept klingt simpel und einfach und lädt ein, es gleich auszuprobieren.
    Liebe Grüße aus deiner alten Heimat, Annika

  3. Pingback: Organic Cooking {Buchverlosung} | Ich lebe! Jetzt!

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