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Tischlein deck dich – Selbstwirksamkeit bei Kleinkindern

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Endlich wieder Zuhause! Letzte Woche war ich wieder für ein paar Tage zum Trainings- und Prüfungsseminar in Bringhausen am Edersee. Die gute Nachricht zu erst: Ich habe meine Abschlussprüfung bestanden! Hier schreibt nun eine dipl. Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung UGB.

Natürlich hat mir meine Kleine sehr gefehlt. Vor allem zu den Mahlzeiten. Wieso? Weil unser Mädchen gerade so viel Spaß dabei hat, den Tisch zu decken. Wenn ich in der Küche unser Essen vorbereite, steht sie schon ungeduldig vor der Besteckschublade, zeigt mit ihren kleinen Fingerchen auf die Schublade und tibbelt dabei ganz aufgeregt von einem Bein aufs andere. Dann gebe ich ihr unsere Gabeln in die Hand und die Kleine läuft glücklich zum Esstisch, stellt sich auf die Zehenspitzen, streckt sich und legt die Gabeln auf den Tisch, dann dreht sie sich um, läuft zurück in die Küche und schaut mich erwartungsvoll mit ihren großen braunen Kulleraugen an. Weiter geht’s dann mit den Messern. Darauf folgen die Lebensmittel aus dem Kühlschrank. Tupperdose für Tupperdose bringt sie stolz vom Kühlschrank zum Esstisch. Streckt sich wieder und schiebt die Dose auf den Tisch. Mein Mann oder ich stellen bzw. legen dann alles an seinen Platz.

Unserer Tochter steht das Glück ins Gesicht geschrieben. Ihre Augen leuchten, weil sie wie die Großen mithelfen kann. Sie möchte nun alles ausprobieren und vor allem mithelfen. Uns ist dabei wichtig, sie dabei zu stärken und ihr Erfolgserlebnisse zu geben. Wir möchten ihre Selbstwirksamkeit bekräftigen.

Der Begriff Selbstwirksamkeit stammt aus der Psychologie. Dabei handelt es sich um eine bestimmt Überzeugung, die in unserem Kopf ist: Die Überzeugung, dass wir das was wir gerade tun wollen oder planen zu tun auch wirklich tun können.  So wird indirekt die Frage “Schaffe ich das?” positiv beantwortet, bekräftigt und mit einer positiven Handlung in den kleinen Köpfen abgespeichert.

Für uns Eltern ist dabei wichtig, unsere Kinder zu stärken, ihnen das Gefühl des Zuspruchs und des Vertrauens zu geben. Dabei dürfen wir das Loben nicht vergessen. Auch jeder kleine Versuch ist es Wert mit einem Lob bekräftigt zu werden und so positiv zu bestärken.

Oft erwarten wir von unseren Kindern, dass beim Essen alles von Anfang an klappt. Dabei ist es hier genauso wie mit allem anderen auch: Kinder müssen es lernen und mit positiven Erfahrungen verknüpfen. Wir schubsen die Kleinen auch nicht ins Wasser, damit sie schwimmen lernen, sondern lassen sie langsam daran gewöhnen. Kinder lernen spielerisch. So auch beim Essen und allem was damit zu tun hat. So kann z.B. das Tisch decken spielerisch genutzt werden, die Kleinen mit kleinen Aufgaben vertraut zu machen.

  • Habe vertrauen in dein Kind.
  • Denke nicht immer gleich “Das ist noch nichts für dich.”
  • Deine positiven Gedanken übertragen sich auf dein Kind – genauso wie deine negativen Gedanken.
  • Überlege dir kleine Aufgaben, die dein Kind schon übernehmen kann und übt sie gemeinsam spielerisch ein. Denn die Sprache der Kinder ist das Spiel!
  • Du wirst merken, wie vorsichtig Kinder mit ihnen anvertrauten Gegenständen (wie Besteck, Gläser, Lebensmittel) umgehen.

Bildquelle: unsplash.com

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