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Fasten 2015 | 4.-5. Tag, Fastenbrechen & Aufbautage

92H

Die letzte Phase ist eingeläutet. Nach dem Fastenbrechen bin ich nun bei den Aufbautagen angekommen.

Fastenbrechen

Durch das Fastenbrechen wird der Körper wieder langsam an feste Nahrung gewöhnt. So wie der Körper durch die Entlastungstage ans Fasten gewöhnt wurde, muss er nun wieder entwöhnt werden.

Mit einem Apfel habe ich das Fasten gebrochen. Am Montagmorgen bin ich wie gewohnt aufgestanden, habe mir meinen Tee gekocht und dazu einen Apfel in Spalten aufgeschnitten. Dann ganz langsam, Stück für Stück bewusst gekaut. Ein ganz intensiver Apfelgeschmack hat sich in meinem Mund ausgebreitet. Lecker. Und sättigend. Nach dem Apfel war ich so richtig satt! Eine ganz neue Erfahrung. Aber auch kein Wunder, wenn es die letzten 5 Tage nur “Flüssignahrung” gab.

Mein Magen grummelte ein bisschen. Aber ansonsten fühlte ich mich fit. Genauso wie die Tage zuvor auch. Keine großen Kreislaufbeschwerden. Nur hin und wieder ist mir kalt gewesen, vor allem wenn ich nicht in Bewegung war und nur ruhig am Tisch oder auf dem Sofa gesessen habe.

Kurz nachdem ich mit dem Fasten begonnen hatte sagte mein Mann zur mir: “Du siehst aber erholt aus!”. “Die Britta schaut aber gut aus.” meinten auch meinen Eltern am Sonntag, als sie ein Foto von mir und meiner Tochter sahen, dass ich ihnen gemailt hatte. Muss wohl was dran sein, denn ich fühle mich auch so!

Aufbautage

3 Aufbautage mache ich nun. Langsam steigere ich meine Nahrungs- und Kalorienmenge. Ein wenig Müsli und Joghurt am Morgen, viel Gemüse und Obst, leichte Suppen und Salate. Und weiterhin viel Tee und Wasser.

Ich merke richtig, dass sich mein Magen wieder an größere Portionen gewöhnen muss. Die Verdauung kommt auch langsam wieder in Gang.

Mein Fazit – Habe ich alles erreicht?

In meinem ersten Beitrag zum meiner Motivation hatte ich 5 Motivationspunkte genannt:

  • Rückbesinnung. Eigentlich bezeichnen wir die Adventszeit als besinnlich. Für mich fühlt es sich dieses Jahr so an, als ob die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag sich eher dafür eignen. Meine innere Einkehr hat mehr Raum und Zeit. Ich habe mir mehr Raum und Zeit  gegeben. Das werde ich auch weiterhin tun. Eine halbe Stunde am Abend.
  • Neue Kraft schöpfen. Mir Zeit nehmen für Gedanken um mich, meine Familie und meinen beruflichen Weg. Kraft für neue Aufgaben sammeln. Die habe ich mir genommen. Kraft habe ich gesammelt und sie hat sich schon produktiv geäußert. Mehr folgt!
  • Meinen Körper neu entdecken. Wie fühlt es sich an, keine feste Nahrung zu mir zu nehmen? Werde ich voller Tatendrang sein, so wie es andere Fastende erlebt haben? Oder werde ich mich eher schlapp und müde fühlen? Anfangs fühlte ich mich schlapp und müde, später war mir immer mal wieder kalt. Dann hat sich alles gewendet in eine positive Grundstimmung. Mir ging es gut und mich hat es erstaunt, wie zufrieden ich sein kann ohne feste Nahrung zu mir zu nehmen. Normalerweise bin ich launisch, wenn ich Hunger habe… Ich hatte jedoch keinen Höhenflug oder exessive Tatendränge. Dies körperliche Erfahrung des Fastens muss jeder für sich selber machen. Und ich bin froh darüber zu wissen, was mein Körper so alles leisten kann.
  • Meinen Körper von innen reinigen. Meinen Körper wert schätzen, ihm etwas Gutes tun. Meinen Stoffwechsel wieder in die richtigen Bahnen lenken. So einen Grundstein legen, um nach der Fastenzeit noch stärker auf die Qualität meiner Nahrungsmittel zu achten. Inwieweit sich mein Körper von innen gereinigt hat kann ich nicht beurteilen. Ich habe ein wenig abgenommen, aber mit dem Fastenbrechen und den Aufbautagen kommen da so 2 Kilo wieder dazu. Der Part zur Qualität meiner Nahrungsmittel geht jetzt erst richtig los!
  • Meine Sinne schärfen. Nach dem Fasten, heißt es, sollen die Geschmacksnerven sensibler sein. Alles intensiver schmecken. Auch meine Körpersignale möchte ich wieder mehr spüren können. Dem intensiven Geschmackserlebnis kann ich nur zustimmen! Mein Mund ist so richtig ausgefüllt und man könnte meinen, meine Geschmacksknospen bekämen zum ersten Mal was zu schmecken… Und Kleinigkeiten fallen mir mehr ins Auge. Zum Beispiel beim Spazierengehen fallen mir gerade viel mehr Schönheiten und Veränderungen in der Natur auf als sonst. Der Frühling zeigt sich schon – man muss nur genau hinsehen!

Ich kann mir gut vorstellen, noch einmal zu Fasten. Dann vielleicht mit einer Gruppe. Vielleicht auch als Fastenurlaub. Der Austausch mit anderen Fastenden ist mit Sicherheit eine Bereicherung, die mir bei diesem Fasten gefehlt hat und zu kurz kam. Mal gucken wann und wie sich das realisieren lässt.

Die innere Balance zu wahren und nicht wieder in alte Muster zu verfallen, darauf kommt es nun an. Ich brauche einen Rhythmus, an den ich mich halten kann. Da hilft mir das Lebe leichter Programm sehr. Vor allem lässt es sich sehr gut mit der Vollwert-Ernährung kombinieren!

Mehr zum Nachlesen meiner Fastenaktion:

Bildquelle: gratisography.com

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